ABÖE e.V.

Interkulturelle Qualifizierung für Ausbildung und Arbeitsmarktintegration (IQAA)

Das Projekt „Interkulturelle Qualifizierung für Ausbildung und Arbeitsmarktintegration" (IQAA) wird parallel in Geestland und Otterndorf mit je 14 Teilnehmenden durchgeführt. Teilnehmen am Projekt IQAA können erwerbsfähige Menschen, die zwischen 18 und 35 Jahren alt sind, einen Migrationshintergrund haben und Leistungen nach dem SGB II erhalten.

Die Kandidat_innen durchlaufen ein fünfwöchiges Auswahl- und Eingangsverfahren, um ihre individuellen beruflichen Potenziale bzw. Perspektiven sowie Interessen und Neigungen zu ermitteln. Auch Soft Skills werden hier trainiert und vertieft.

Ziel des Projektes IQAA ist es, Teilnehmenden aufeinander abgestimmte und miteinander verzahnte Angebote der Qualifizierung und individuelle Unterstützung anzubieten und durchzuführen, um sie in eine duale Berufsausbildung zu vermitteln und diese zeitweilig zu begleiten.

Das Qualifizierungsangebot beinhaltet:

  • berufliche Grundbildung in einem der Berufsfelder Handwerk, Verkauf, Gastronomie/Hotellerie, sowie
  • Unterricht zur Verbesserung der allgemeinen Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit.

Die berufliche Grundbildung ist zum einen auf die Vermittlung von berufsfeldübergreifenden Fertigkeiten und Kenntnissen ausgerichtet. Hierunter fallen Sprachkenntnisse, Mathematikkenntnisse, EDV-Kenntnisse und der Bereich der Soft Skills sowie die praktische Anwendung dieser Kenntnisse.

Zum anderen werden diejenigen Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt, die in den Ausbildungsrahmenplänen und den Rahmenlehrplänen der ausgewählten Berufe für das erste Ausbildungsjahr des jeweiligen Berufs vorgesehen sind.

Bei den Ausbildungsberufen, aus denen die Qualifizierungsbausteine entwickelt wurden, handelt es sich um die folgenden: Kauffrau/-mann im Einzelhandel, Fachkraft im Gastgewerbe, Fachkraft für Lebensmitteltechnik und Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Im Übrigen wird Sprachunterricht in Deutsch (mit berufsfeldspezifischem Vokabular/ Berufssprache) vermittelt. Ergänzt wird der Unterricht zur Verbesserung der allgemeinen Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit durch ein Training zur Steigerung der interkulturellen Handlungskompetenz mit dem Schwerpunkt berufliche Kommunikation und Konfliktbewältigung.

Während der Praktikumsphasen wird der berufsfeldspezifische Sprachunterricht Deutsch bzw. die Wortschatzübungen an einem Wochentag parallel zum Praktikum angeboten.

Die Teilnehmenden werden während des gesamten Zeitraums ihrer Projektteilnahme individuell von pädagogischen Mitarbeitenden des Projektteams begleitet, die neben den Aufgaben einer pädagogischen Begleitung und Betreuung auch den gesamten Bereich der individuellen Integrationsbegleitung der Teilnehmenden übernehmen.

Dazu gehören im Einzelnen neben Begleitung, Beratung und Unterstützung der beruflichen Integration insbesondere Beratung und Unterstützung beim Abbau von persönlichen Hemmnissen und aufsuchende Betreuung in den Praktikumsbetrieben.

Die individuelle pädagogische Begleitung und Betreuung im Projekt „IQAA“ bedeutet für die Teilnehmenden, dass sie im Bedarfsfall über

  • einen ersten Ansprechpartner/ eine erste Ansprechpartnerin vor Ort,
  • eine Krisenintervention,
  • Alltagshilfen sowie
  • eine verbindende Person zwischen Teilnehmenden, Praktikumsbetrieben und Lehrenden des fachspezifischen Unterrichts

verfügen können.

Während der Begleitung und Betreuungsarbeit werden keine Entscheidungen für die Teilnehmenden getroffen, sondern es werden gemeinsam mit ihnen Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, wodurch Selbständigkeit, Selbstverantwortung und Problemlösungsfähigkeit gefördert werden.


Dieses Projekt läuft vom 16.09.2016 bis zum 15.12.2017. Dieses Projekt wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds aus dem Programm Qualifizierung durch Arbeit des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gefördert.

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